Unsere Philosophie

Unsere Trainingsphilosophie kann mit ein paar wenigen Aspekten beschrieben werden:

  • Freundlichkeit und Bodenständigkeit. Im Umgang miteinader pflegen wir grundsätzlich und ohne Ausnahmen ein freundliches Du. Auch kampfsporttypische Anreden wie “Meister”, “Sifu” o.ä. sind ungebräuchlich. Der Unterschied zwischen “Schüler” und “Meister” wird durch den Erfahrungs- und “Könnens”unterschied deutlich, sodass keine weitere Differenzierung nötig ist.

 

  • Offenheit gegenüber anderen Kampfsport- und Sportarten. Ein Blick in unser Prüfungsprogramm zeigt sehr schnell, dass wir nicht nur Kung Fu, sondern auch Techniken im Bereich Kampf (Kickboxen o.ä.), Selbstverteidigung (Modern Arnis o.ä.) und Pratzentraining vermitteln. Ebenfalls nutzen wir gezielt Inhalte, Methoden und Übungen aus anderen Sportarten, um unser kungfuspezifischen Anforderungsprofil noch wieter zu ergänzen (Beispielsweise ist ein Koordinationstraining für die unteren Extremitäten aus der Leichtathletik oder dem Fußball nicht unüblich im Trainigsverlauf).

 

  • Alt und Jung trainieren zusammen. Ob Kind, Jugendlich oder Erwachsen alle trainierne zusammen an den selben Tagen in der selben Halle. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der Wissensstand jedes Einzelnen. Insofern kann es beispielsweise vorkommen, dass ein 12 jähriges Kind einem erwachsenen Anfänger den Ablauf einer Grundübung beibringt. I. d. R. ist es aber so, dass vor allem die jüngsten Kinder zu einem bestimmten Zeitpunkte von der restlichen Gruppe getrennt unterrichtet werden, um altersgemäß dem motorischen und psyschischen (Lern- und Konzentrationsleistung) Anforderungen gerecht zu werden.

 

  • Tradition und Rituale. Während des Trainings werden bestimmte Rituale (z. B. beim Betretten der Halle) umgesetzt. Jedes Ritual hat eine Bedeutung und gibt dem Training im Allgemeinen eine grobe Struktur, die unveränderlich ist. Zur Tradition zählen nicht nur die jahrhunderten alten Kung Fu Formen, die wir in jedem Training laufen, sondern z. B. auch vereinsinterne Feierlichkeiten (Sommerfeste usw.).

 

  • Streben nach Perfektion. Wer nicht bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, wird bei uns nicht weit kommen. Vor allem von Fortgeschrittenen wird ein gewissen Maß an Eigeninitiative, Willensstärke und Motivation vorausgesetzt. Insbesondere stellt die Motivation ein wesentlichen Aspekt des Trainings dar, weil es im “Kern des Kung Fu´s” darum geht jede Übung, Technik und Bewegung so perfekt wie nur irgendwie möglich umzusetzen, bei gleichzeitigem Wissen darum, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann.

 

  • Austausch und Neugier. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es sich lohnt über den Tellerrand hinauszuschauen. Wir sind sehr daran interessiert zu erfahren, was das Shantung Kung Fu ausmacht und wie es sich von anderne Stilen oder Kampfkünsten unterscheidet. Insofern haben wir diverse Kontakte zu verschiedensten Kampkunst-Vereinen, besuchen regelmäßig Lehrgänge (z. B. den alljährlichen Budolehrgang in Dortmund) und sind auch nicht abgeneigt, das Internet zu nutzen, um Übungen oder Trainingsmethoden anderer Kampfkünste auszuprobieren und ggf. mit in unser Training einfließen zu lassen.